Güterwagen
Güterwagen haben neben Ihrer historischen Berechtigung auch ganz praktische Aspekte. So werden beispielsweise geschlossene Güterwagen als Abstellraum genutzt, während sich offene Güterwagen eher für Präsentationen von Ladegut eignen. Doch auch im "normalen" Museumsbahnalltag sind die Güterwagen das, was sie schon immer waren: Anspruchsarme Lastenträger, oft zu unrecht ein Schattendasein führend. Deshalb legt die Arbeitsgemeinschaft historische Eisenbahn besonderen Wert auf die Erhaltung und Aufarbeitung dieser Wagengattung.
Frühjahr 2003
GW 50
Der Post-Packwagen vom Typ "Pw Posti Pr. 07" wird seit Herbst 2002 einer grundlegenden Sanierung unterzogen. Dabei werden nicht nur die angerosteten Bleche getauscht, auch der hölzerne Rahmen muß zum Teil erneuert werden. Bislang wurde die umlaufende Eichenschwelle in weiten Teilen ersetzt, sowie auf einer Fahrzeugseite das Konstruktionsholz teilweise ausgetauscht. Desweiteren wurde im hinteren Drittel das Fahrgestell entrostet und nach Aufbringung von Grundierung bereits mit einer Lackschicht versehen. Geplant ist, den Wagen in seinen Ursprungszustand zurückzuversetzen. Näheres dazu in einem SONDERBERICHT.
PW Posti während der Aufarbeitung (April 2003)
GW 54
Der Güterwagen erhielt im Jahr 2001 einen kompletten Außenanstrich, nun werden noch einige Nacharbeiten ausgeführt. Dazu zählte im April die Neubefestigung der an den Dachrändern gelösten Dachhaut. Weiterhin wurde das Fahrzeug auch im Innenraum zum Teil bereits neu gestrichen. Ein über der Schiebetür befindlicher durchgerosteter Stahltäger wird vor der endgültigen Fertigstellung noch getauscht werden müssen.
Dachrandbefestigung (April 2003)

GW 55
Dieser Wagen gehört zu den Fahrzeugen, die sich noch weitgehend im Originalzustand befinden. Dies trifft hier sogar noch auf die profilierte Deckenbeplankung zu. Leider ist der Wagenkasten inzwischen in einem sehr schlechten Gesamtzustand, so daß in absehbarer Zukunft eine umfangreiche Aufarbeitung mit Austausch sämtlicher Wandverbretterungen und Teilen der Dachkonstruktion ansteht. Bis dahin müssen Notreparaturen den weiteren Verfall unterbinden. So wurde das undichte Dach mit Schweißbahnen wieder abgedichtet.
Dachabdichtung an GW 55 (April 2003)
GW 58
Im Gegensatz zu seinen Nachfolgern vom Typ G10 bestehen die Schiebetüren des Gw 01 aus einer Holzrahmenkonstruktion mit Metallbeschlägen. Jahrelange Bewitterung hatten die Schrauben der Beplankungsbretter abrosten lassen, so daß in einer Schiebtür mehrere Bretter fehlten, was neben einer unschönen Optik auch die Einbruchsgefahr vergrößerte. Deshalb wurden die fehlenden Bretter durch neue ersetzt.
GW 60
Seit seiner Ankunft im Jahr 1999 hatte der Kesselwagen auf Grund von Restaurierungsarbeiten keine Beplankungen der seitlichen Laufstege erhalten. Die wurden im Frühjahr 2003 angefertigt und auf die entsprechenden Auflager geschraubt, so daß nun ein sicheres Besteigen des Kessels möglich ist. Eine Neulackierung des Kessels wird demnächst erfolgen, ebenso die Anbringung der Hinweistafeln am Fahrzeugrahmen.

GW 61
Die letzten Arbeiten an diesem Fahrzeug bezogen sich auf die Rekonstruktion der Niederbordwände, die aus Winkelprofilen und Lärchenholz im Sommer 2002 gebaut wurden. Dieser Wagen wird nach Klärung seiner Herkunft und seines Alters noch die entsprechenden Beschriftungen erhalten.
Nach erfolgter Aufarbeitung (Frühjahr 2003)
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