Diesellokomotiven
Bei diesem Thema scheiden sich schon mal die Geister: Sind Dieselloks nur "notwendiges Übel" eines Museumsbahnbetriebes und allenfalls als Rangierlok oder höchstens Ersatzlok für eine eventuell ausgefallene Dampflok zu gebrauchen, oder sind sie nicht auch ein wichtiges Stück Technikgeschichte, die allemal erhaltenswert ist? Bei der "Arbeitsgemeinschaft Historische Eisenbahn e.V." sieht man jedenfalls Letzteres ganz eindeutig so! Deshalb weist die Fahrzeugsammlung auch nicht weniger als 10 (!) Diesellokomotiven auf. Immerhin sieben Stück sind betriebsfähig und der Rest soll ausnahmslos wieder betriebsfähig instandgesetzt werden. Entsprechend viel Arbeit steht also folglich in der Werkstatt an, da der betriebsfähige Fahrzeugpark ja auch unterhalten werden muß. Letztendlich sind seit dem Ausfall der T3 die Diesellokomotiven die einzige Einnahmequelle...
Frühjahr 2003
VL 3
Über die Aufarbeitung der kleinen Werklokomotive wird an anderer Stelle dieser Homepage bereits ausführlich berichtet. Diese ist seit einiger Zeit im Prinzip abgeschlossen. Da die Maschine seither im Lokschuppen abgestellt stand, störte es nicht, daß der Führerstand keine verschließbaren Türen besaß. Da die Lok allerdings in Zukunft im Außengelände abgestellt wird, wurden abschließbare Türen und Klappfenster maßgefertigt, so daß die Lok nun "einbruchssicher" ist.
VL 3 jetzt "wetterfest" mit verschließbarem Führerhaus.

VL 6
An der V20 wurden mehrere Arbeiten ausgeführt: Zunächst wurde der Motorvorbau im oberen Bereich mit dem Nadelentroster und anschließendem Abschleifen von alten Farbschichten und Rost befreit. Danach erfolgte nach zweifacher Grundierung eine Neulackierung, so daß die Maschine nun wieder ein ansprechenderes Äußeres hat. Die zweite Aktion war technischer Natur und nicht minder wichtig: Bereits seit Längerem war bedingt durch ein defektes Kapillarröhrchen die Kühlwassertemperaturanzeige außer Betrieb gesetzt. Nun wurde unter Wiederverwendung der alten Anzeigearmatur ein elektrischer Temperaturfühler eingebaut. Somit sind die Anzeigen der Maschine wieder vollständig in Ordnung.
Unsere V20 abgestellt im Museumsbahnhof (April 2003)
VL 8
Im Jahr 2002 stand die Köf zur Abnahme an, um sie bei den Bahnhofsfesten mit einsetzen zu können. Aus diesem Anaß mußte die Lok ausgeachst und die Ketten abgenommen werden. Bei der folgenden Abnahme ergaben sich keine Beanstandungen, so daß die Lok seit dem Herstbtfest 2002 vor dem Personenzug eingesetzt wird.
Sie hatte erst im Jahr 1999 im Zuge ihrer Aufarbeitung altbrauchbare Leinensäcke zum Verschluß ihrer Türöffnungen und Seitenfenster erhalten. Leider sind diese Säcke inzwischen zum Teil schon wieder eingerissen. Soweit möglich, wurden die betreffenden Leinensäcke genäht. In absehbarer Zeit wird jedoch Ersatz zu beschaffen sein, da das Leinenmaterial bedingt durch sein hohes Altes inzwischen porös geworden ist und jederzeit wieder einreissen kann. Für die nächste Zeit jedoch ist der Führerstand erst einmal wieder "dicht".
VL 9
Die kleine Zuckerfabriklok wartet zur Zeit auf den Abschluß der 2001 begonnenen äußerlichen Aufarbeitung, sowie den Wiedereinbau einiger Ausrüstungsteile. Im Frühjahr 2003 wurde mit dem Auftrag einer weiteren Rostschutzgrundierungsschicht begonnen, so daß zu hoffen ist, die Maschine zumindest optisch in diesem Jahr wieder vorzeigbar fertigzustellen.
VL 9 mit weiterem Rostschutzanstrich
VL10
Bei weitem erfreulicher sieht es mit unserer Kö II aus. Nachdem sie bereits 2002 einen endgültigen Lackanstrich erhalten hatte, folgten nun noch zahlreiche technische Nacharbeiten. So mußte das hintere rechte Federpaket zum Teil ersetzt werden, da einzelne Federn gebrochen waren. Desweiteren wurde die gesamte Leitungsführung der Luftanlage erneuert. Die alten Leitungen waren durch die Werkstätten der Kali und Salz sehr unfachgerecht verlegt worden. Der neue Luftbehälter wurde montiert, ebenso der Tank wieder befestigt. Im Herbst 2002 fand eine Probefahrt statt. Hierbei zeigte sich, daß die Kupplungen noch nachgestellt werden müssen, da diese so nicht genügend Kraft übertragen und damit die höheren Gänge noch nicht gefahren werden konnten. Zur Zeit wird der Holzfußboden im Führerstand eingebaut, danach folgen die vorderen Umlaufbohlen. Es wird angestrebt, die Maschine noch in diesem Jahr zuzulassen und spätestens ab dem Herbstfest 2003 mit einzusetzen.
VL 10 beim Bahnhofsfest.
(Frühjahr 2003)
VL11
Eine weitere an den Tagen der offenen Tür sehr begehrte Maschine ist unsere MAK-Lok. Auch sie erhielt im Sommer 2002 ihre Abnahme, so daß sie seit dem letzten Sommerfest für Führerstandsmitfahrten und vor dem Personenzug eingesetzt werden kann. Nachdem die technischen Defekte in den letzten Jahren repariert wurden, mangelte es nun noch an der Optik. Deshalb wurde die Maschine neu lackiert, und zwar in dem von MAK in den Standardauslieferungen verwendeten dunkelblauen RAL-Farbton. Darüber hinaus wird sie einen cremefarbenen Zierstreifen erhalten. Das Fahrwerk wird rot lackiert. Damit dürfte die Lok nach Aufbringung der passenden Anschriften ihr ursprüngliches Aussehen der Einsatzzeit in den 60er Jahren bei Kali und Salz wiedererhalten.
Dreifarbig präsentiert sich VL 11 während der Lackierungsarbeiten im April 2003.
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