Telefonhäuschen einmal anders...
Ein Museumsbahnhof muß dem Besucher neben den historischen Fahrzeugen auch ein möglichst authentisches Umfeld präsentieren. Oft sind es gerade die Kleinigkeiten, die erst die richtige Atmosphäre aufkommen lassen. Die "Arbeitsgemeinschaft historische Eisenbahn e.V." befindet sich in der glücklichen Lage, eine eigene Strecke zu besitzen, die Sie mit Relikten vergangener Zeiten ausstatten kann, die bei den Strecken der Bahn AG längst verschwunden sind. Gerade den Mitgliedern der ersten Stunde ist es zu verdanken, daß schon in den siebziger Jahren weitsichtig bahntypische Gegenstände gesammelt und aufbewahrt wurden. Hierzu gehören auch die noch bis vor wenigen Jahren häufig anzutreffenden Streckentelefonbuden. Mit dem Abbau von Telegraphenleitungen und Stillegung vieler Nebenstrecken verschwanden auch diese nach und nach von der Bildfläche.
Die Streckentelefonbude "29" konnten Mitte der siebziger Jahre an der Strecke nach Goslar abgebaut werden. Lange Jahre stand Sie abseits auf dem Museumsbahnhofsgelände.
Da das an der betriebstechnisch wichtigen Weiche 3 eingestzte Personal bei den Tagen der offenen Tür ungeschützt dem Wetter ausgesetzt war, kam die Idee, das Häuschen in unmittelbarer Nähe der Weiche zu positionieren. Zunächst wurde ein Planum geschaffen und mit Betonplatten belegt. Als "Fundament" für das Häuschen schweißte man einen Rahmen aus Stahlwinkeln zusammen, der seinerseits durch in den Boden eingeschlagene Stahlprofile fest verankert ist. An diesen Rahmen wurde das Häuschen angeschweißt, wodurch es auch wieder zusätzliche Stabilität zurückgewann. Schließlich wurde die alte, abblätternde Farbe abgeschliffen und das Häuschen neu gestrichen. Zur Veranstaltung am 16./17. August wurde es bereits fleißig zum Schutz gegen die Sommersonne genutzt.
Marcus Bugar beim Abschleifen der alten Farbschichten.

Danach wurde das Häuschen neu gestrichen.

Einmal bei Nacht...
und einmal bei Tag mit Weichenwärter Gerold Prikowski.
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