2003
AHE Nr. VL 12 LOKINFO
Schon lange suchte man vereinsseitig nach einer zweiten V20, um die Dieselloksammlung mit der Bildung einer Doppellok sinnvoll ergänzen zu können. Aus finanziellen Gründen konnte jedoch bisher keine Maschine erworben werden. Dies änderte sich mit dem Angebot des VBV, die ehemalige DL 261 abgeben zu wollen. Die Maschine war zu einem erschwinglichen Preis zu erhalten, da Sie zum Einen einen Getriebeschaden aufweist, zum anderen keinen Motor mehr enthält. Dies sind jedoch keine Schwierigkeiten, die uns von dem Vorhaben abhalten, die Lok wieder betriebsfähig aufzuarbeiten! Im September 2003 erfolgte eine Besichtigung durch einige Mitglieder, kurz darauf wurde entschieden, die Maschine durch die AHE anzukaufen und danach an das Mitglied Michael Börngen weiterzuverkaufen, der dann die Aufarbeitung übernehmen wird.
Nachdem die AHE den Verkaufszuschlag erhalten hatte (man war nicht der einzige Bewerber), mußte noch der Transport organisiert werden. Dies gestaltete sich insofern nicht ganz einfach, als man hier möglichst wenig Geld investieren wollte. So wurde eine Spedition ausgewählt, die über einen teilbaren Tieflader verfügt, der das kranlose Abladen in Almstedt ermöglicht. Aufgeladen wurde in Braunschweig konventionell per Kran. Vorbereitend wurde am Samstag vor dem Verladetermin das Führerhaus der Lok gelöst, da dieses zur Einhaltung der zugelassenen Transporthöhe abgenommen werden mußte. Weiterhin wurden von Michael Börngen kurze zusammensteckbare Hilfsjoche, bestehend aus Quadratrohren mit Abstandsstangen angefertigt, die als Gleis auf den Tieflader gelegt werden sollten. Am Abend des 22. November 2003 wurde die für den Abtransport fertige V20 auf einem der Abstellgleise jenseits der Schiebebühne des VBV aufgestellt.
Die Verladung wurde für Freitag, 28.11.03 um 12.00 Uhr angesetzt. Bereits um 10 Uhr waren die Vereinskollegen Peter Leinemann und Claus Dieckow vor Ort, um die erwähnten Joche zusammenzubauen.
Aufgestapelte Gleisjoche vor dem Auflegen auf den Tieflader.

Noch steht die V20 ruhig an ihrem Platz. Wenig später wird sie von der VBV- Köf II vor das Gelände gezogen.

Der 80- Tonnenkran von Firma "Fricke-Schmidbauer" bereitet sich auf die Verladung vor.

Schon nach kurzer Zeit steht die Lok auf dem Tieflader, hinter ihr das Führerhaus.

Abfahrbereit für die Fahrt nach Almstedt.

Etwas merkwürdig mutet dieser Anblick schon an, vermutlich ist die Lok noch nie so schnell unterwegs gewesen...

Für unseren geübten Fahrer sind auch die zahlreichen engen Ortsdurchfahrten kein Problem. Für die ländliche Bevölkerung jedoch ist der Transport allemal eine willkommene Abwechselung!

Hier ist der Transporter bereits getrennt und das Gleisjoch, sowie die Übergangsschiene sind eingelegt. Mit der Deutz (VL 2) wird die V20 nun vorsichtig vom Tieflader gezogen...

...geschafft! Nach einigen Schleuderversuchen (die Reibung auf rostigen Schienen ist eben nicht die beste) gelingt es tatsächlich, die um vieles schwerere Maschine über das provisorische Joch auf unser Gleis zu ziehen.

(links)
Und so sah es aus der Perspektive der V20 aus. Aber es hat alles dank sehr guter Vorplanung geklappt, nicht einmal das Tiefbett wurde beschädigt!
(rechts)
Dieses seltsame Gefährt ist nicht etwa eine neue Designstudie eines Autoherstellers, sondern nur das hinten auf dem Tieflader abgestellte Führerhaus!

Glücklich vereint:
Die Doppellok V20022 und V20261. Obwohl noch viel zu tun ist, läßt dieses Bild schon ahnen, welch imposanten Eindruck die beiden Maschine auf den Betrachter ausüben!
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