Der Museumsbahnhof Almstedt-Segeste (5)
Nachdem das Hauptbetriebsgleis jetzt auf lange Sicht sicher befahrbar war, konnte man sich nun wieder der Aufarbeitung von Fahrzeugen zuwenden. So konnten einige schon seit Längerem zurückgestellte, bzw. unterbrochene Projekte endlich zu Ende geführt werden. Die nächste größere bauliche Leistung war die Fertigstellung und anschließende Wiederinbetriebnahme eines ca. 800 m langen Streckenabschnittes vom Bahnhof Almstedt bis zum Haltepunkt "Grillplatz". Hier wurde der gesamte Oberbau inklusive Schotterbett erneuert und in einen betriebsbereiten Zustand wiederversetzt. Zum ersten Mal seit 1991 befuhr endlich wieder im Mai 2002 unter großer Publikumsanteilnahme der erste offizielle Personenzug die Vereinsstrecke.
Der Eröffnungszug am Haltepunkt "Grillplatz" (Mai 2002)
Ende 2002 zogen die Aktiven, die bislang das Bahnhofsgebäude auch für ihre Mittagspausen genutzt hatten, in den Übernachtungswagen (DF 69) um. Nachdem der Verein einen Eigentumsanteil an dem Wagen erworben hatte, war zwischen den Anteilseignern vereinbart worden, den Aufenthaltsraum umzubauen und für alle Mitglieder zugänglich zu machen. So wurde eine Küche mit Schränken, Herd und Spüle neu eingebaut und das Abteil komplett umgestaltet. Seitdem kann das Bahnhofsgebäude fast auschließlich museal genutzt und jederzeit vorgeführt werden. Im hinteren Gebäudeteil blieb jedoch die an den Veranstaltungstagen so unverzichtbare Küche erhalten.
Im Frühjahr 2003 erfolgte der Neubau einer Bahnsteigkante des Mittelbahnsteigs, um den Personenzug künftig aus dem Umfahrgleis ausfahren lassen zu können und damit das Hauptgleis für die Führerstandsmitfahrten freizuhalten. Die Kante wurde aus nicht mehr anderweitig verwendbaren Holzschwellen hergestellt.
Im Sommer 2003 kam unsere alte Fernsprechbude zu neuen Ehren und wurde zum Weichenwärterhäuschen bei Weiche 3 umfunktioniert. Endlich ist hier das Personal nicht mehr schutzlos Wind und Wetter ausgesetzt, und außerdem stellt die Bude an dieser Stelle eine eindeutige optische Bereicherung dar!

Die neue Weichenwärterbude an Weiche 3
Mitte Herbst 2003 mußte die alte schiefstehende und seit langem ins Lichtraumprofil des Umfahrgleises ragende Betonkante einem kompletten Neubau weichen. Die neue Kante wurde in mehrwöchiger Arbeit in Stahlbeton neu gegossen und wird sicherlich bei weitem besser halten, als ihre Vorgängerin.
Im Winter 2003/2004 wird die Küche im Bahnhofsgebäude saniert. Sie erhielt statt des bisherigen Holzfußbodens einen Verbundestrichfußboden, wodurch das Durchfaulen der alten Konstruktion als Folge unplanmäßigen Wasservorkommens in der Küche endlich der Vergangenheit angehört. Des Weiteren wird bis zum Frühjahrsfest 2004 die Kücheneinrichtung modernisiert, um die dortigen Arbeitsmöglichkeiten zu verbessern.

Die neue Bahnsteigkante (Herbst 2003)
Ausblick:
Wie zusammenfassend gesagt werden kann, ist sehr viel in den letzten 28 Jahren durch ungeheueres Engagement der Vereinsaktiven geschaffen worden. Was bis heute erreicht wurde, wurde anfänglich auch von den größten Optimisten nicht vorausgesehen!
Die Umbauarbeiten im Bahnhofsbereich von Almstedt-Segeste sind damit jedoch noch lange nicht abgeschlossen: Geplant sind für die nächsten Jahre der Bau eines Lokschuppenanbaus, sowie eines kleinen Nebengebäudes neben dem Bahnhofsgebäude. Doch auch die Abstellmöglichkeiten für die Fahrzeuge werden erweitert werden. Daneben wird man selbstverständlich genauso stark wie bisher bemüht sein, durch Hinzufügung eisenbahnspezifischer Details die Atmosphäre einer kleinen Bahnstation der fünfziger Jahre vorigen Jahrhunderts der Nachwelt zu erhalten. All dies wird wieder sehr viel Zeit und Arbeit kosten, doch es ist sicher, daß man auch diese Aufgaben einmal bewältigt haben wird!
Über den Fortgang der Arbeiten wird an dieser Stelle laufend weiter berichtet werden...

Claus Dieckow im Januar 2004
Im schönsten Abendlicht präsentiert sich der Lokschuppen im Frühjahr 2003
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