Kesselreparatur Teil 4
Nachdem nun eine ganze Weile keine Neuigkeiten über den Fortgang der Kesselarbeiten veröffentlicht wurden, gibt es nun beträchtliche Fortschritte zu vermelden: Nach dem Eintreffen des Kessels in der Werkstatt der Firma GOH im Dezember 2003 mußten zunächst durch den die Arbeiten betreuenden Kesselexperten Herrn Bräunert Kesselzeichnungen gefertigt werden. Diese Zeichnungen wurden anschließend vom Vereinsvorstand freigegeben und darauf dem TÜV Hannover zur Prüfung vorgelegt. Dies nahm einige Zeit in Anspruch, in der auch noch nicht mit dem Neubau des Langkessels begonnen werden konnte, da nicht sicher war, ob noch gravierende Konstruktionsänderungen notwendig seien. Zum Glück wurden die Zeichnungen genehmigt, und kurz darauf (es war inzwischen schon Mai) begannen die eigentlichen Arbeiten. Am Bestandskessel nahm man die Maße ab und fertigte zunächst den Langkessel im Gegensatz zum dreischüssigen genieteten Original in zwei geschweißten Schüssen.
Die folgenden im Mai 2004 von Herrn Bräunert im Zuge der Projektdokumentation aufgenommenen und uns freundlicherweise zur Verfügung gestellten Aufnahmen zeugen von der hohen Qualität der ausgeführten Arbeiten.
Ersatzteillager T3 anno 2004:
Vorne die vordere Rauchkammerwand, auf dem Tisch die Einzelteile, wie z.B. die Domringe, sowie Ober- und Unterteil des Dampfdoms.

Währenddessen wartet draußen im Hof die gerade gewalzte und in zwei Schüssen verschweißte Langkesselröhre auf ihre weitere Bearbeitung.

Das fertig zusammengebaute Dampfdomoberteil. Schön zu sehen ist hier die sehr saubere Verarbeitung der Einzelteile.
Zum Vergleich das alte Bauteil.

Zeitgleich wird das Unterteil des Dampfdoms angefertigt.

Derart präzise Schweissnähte sind natürlich nur mit der entsprechenden maschinellen Ausstattung möglich.

Inzwischen ist die Langkesselröhre hereingeholt und weiterbearbeitet worden. Es sind bereits die Öffnungen für das Mannloch, den Dampfdom und die Kesselhähne erkennbar. Die alte Position dieser Ventile durfte zum Glück beibehalten werden, so daß die Lok äußerlich unverändert bleibt.

Auch am Dampfdomunterteil wurde bereits der Leitungsanschluß des Dampfentnahmerohrs grob angepasst.
Auch hier zum Vergleich noch einmal des alte Bauteil.

Selbiges Bauteil noch einmal von der anderen Seite her betrachtet.
Zur Zeit (Anfang Juli 2004) wird die Stiefelknechtplatte eingepaßt. Diese Arbeiten stellen die höchsten Anforderungen an die Fachleute, da hier das alte Material mit dem neuen Material verbunden werden muß. Ebenso wird es danach noch einmal spannend, wenn Langkessel (neu) und Stehkessel (alt) verbunden werden.
Die von Firma Funke (Gronau) neu hergestellte vordere Rohrwand wurde Ende Juni von Michael Börngen und Hansi Wolter nach Siegen zur Firma GOH gebracht, wo sie bereits zum Einbau erwartet wurde. Nach den genannten schwierigen Arbeiten erfolgt dann die weitere Montage des Kessels, sowie das Einwalzen der Rohre. Am Abschluß (ca. Ende Juli) steht die Druckprobe, bevor der Kessel schließlich nach Almstedt zurückkehren kann.
Doch auch der hier verbliebene "Rest" der T3 wird zur Zeit eifrig bearbeitet: Neben der Kesselreparatur sind noch weitere umfangreichere Arbeiten auszuführen, bevor die Lok wieder montiert werden kann. Im wesentlichen sind Blecharbeiten an den im Fahrwerk gelegenen Wasserkästen, Arbeiten am Rahmen, sowie der Umbau der Bremsanlage zu nennen. Des Weiteren steht im Zuge der Fahrwerksuntersuchung noch eine Ausachsung der Lok an. Doch unsere Dampflokmannschaft unter der Leitung von Michael Börngen ist sehr zuversichtlich, diese Arbeiten im kommenden Frühjahr erfolgreich abschließen zu können.
An dieser Stelle wird bis zur Wiederinbetriebnahme der T3 auf jeden Fall weiter berichtet werden!
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