Die vereinseigene Strecke unseres Vereins ist seit Ende 1991 für den Personenverkehr gesperrt, da der Oberbau, insbesondere die Holzschwellen, schon stark abgängig sind. Die Wiederinbetriebnahme der Strecke erfordert die Kompletterneuerung inklusive der Schienen. Ein erstes Teilstück zwischen Bahnhof Almstedt-Segeste und Haltepunkt "Grillplatz" konnte bereits mit altbrauchbaren Jochen saniert werden und wird seit Frühjahr 2002 wieder befahren. Zur Anwendung kam Gleismaterial der Strecke Gronau-Elze. Um jedoch die gesamte etwa 5 Kilometer lange Strecke bis Bodenburg erneuern zu können, sah man sich in der näheren Region nach stillgelegten Strecken um, die zum Abbau standen. Verhandlungen mit der Kali und Salz AG über den Rückbau der Strecke Marienburg- Diekholzen Schacht konnten leider nicht zu einem erfolgreichen Abschluß gebracht werden, da die Terminschiene nur wenige Monate Zeit vorsah, was durch unsere Aktiven, die nur in ihrer Freizeit arbeiten, nicht zu schaffen gewesen wäre.
Erfolgreicher verliefen dafür die Verhandlungen mit der Ilmebahn über den ca. 4,5 km langen Abschnitt Markoldendorf-Dassel der privaten Nebenstrecke Einbeck-Dassel. Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn diese Kleinbahn der Nachwelt erhalten geblieben wäre, nachdem sich jedoch kein Verein gefunden hatte, um die Strecke für Museumsbahnfahrten zu nutzen, wurde sie stillgelegt und anschließend der AHE zum Abbau freigegeben. So kann wenigstens ein Teil des Gleismaterials noch musealer Verwendung zugeführt werden. Aus der Gesamtlänge können ca. 2,5 Kilometer und etliche Weichen aus dem Bahnhofsbereich Dassel wiederverwendet werden. Während das Schienenprofil S49 durchweg gut erhalten ist, sind doch etliche Schwellen nicht weiterverwendbar, so dass etliche Joche aus Einzelteilen neu montiert werden müssen.
Im Spätherbst 2003 begannen die Vorbereitungen in Dassel. Zunächst mußte sich unser Zweiwegebagger einer umfangreichen Reparatur unterziehen, bevor dann im Frühjahr 2004 der eigentliche Rückbau begann.
Die folgenden Bilder sollen veranschaulichen, welch gewaltiger Aufgabe sich die Aktiven gestellt haben. Im Herbst 2005 werden die Arbeiten voraussichtlich abgeschlossen sein.

Situation Herbst 2003
Blick auf die noch weitgehend vollständige Gleisanlage im Bahnhof Dassel.

Unser SKL vor dem Lokschuppen. Leider wird auch dieser Schuppen nicht erhalten bleiben.

Blick auf die hinter dem Lokschuppen befindlichen Anbauten.

Im Herbst 2003 konnte man diese Kleinbahnromantik noch in Dassel erleben...

Mit dem SKL auf dem Weg Richtung Markoldendorf. Ortsdurchfahrt Eilensen.

Gleisabbau Deitersen-Markoldendorf März 2004
In einer Arbeitswoche (Montag bis Samstag) wurden ca. 500 m Gleis zurückgebaut. Dabei wurden die ca. 30m langen Gleisjoche mit Schienensäge und Trennjäger auf transportable Längen geschnitten. Danach begann der Ausbau der Joche mit unserem Bagger. Im Bahnhof Markoldendorf konnten wir die Joche bis zum Abtransport im Juni 2004 zwischenlagern. Der Rückbau wurde mit 2 bis drei Leuten durchgeführt, wobei unser Bagger sogar noch für einen Tag auf Grund einer defekten Spurrolle ausfiel.
Zunächst wurden die Schienen alle 10 m gekennzeichnet und durchnummeriert, damit sie später in der gleichen Reihenfolge wieder eingebaut werden können. Vor dem Schnitt musste das Schwellenfach im Bereich der Trennstelle von Schotter befreit werden, um die Maschinen ansetzen zu können.

Danach erfolgte, wie im Hintergrund zu erkennen, das Trennen der Schienen. Im Abschnitt Markoldendorf - Deitersen waren die Schienen alle 30 m verlascht, so dass die Schienen jeweils gedrittelt werden mußten.

Blick aus der Steigung heraus in Richtung Markoldendorf. Vor der Bahnhofseinfahrt befand sich eine Stahlrahmenbrücke.
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