Gleisbau bei Segeste (Teil 1)
Manche Dinge brauchen einfach etwas mehr Zeit, auch wenn sie- einmal angefangen- keine unabsehbar große Arbeit darstellen, jedoch nach Fertigstellung eine umso größere Wirkung erzielen. So verhält es sich mit der Strecke zwischen Bahnhof Almstedt und dem Streckenende bei km 5,05. Der Abbau der Gesamtstrecke erfolgte 1998. Wieder in Betrieb genommen werden konnte der Abschnitt bis zum Haltepunkt "Grillplatz" im Frühjahr 2002. Damals lag das Gleis bereits bis über die kleine Feldwegbrücke. Diese befand sich jedoch in einem so heruntergekommenen Zustand, dass man vor dem weiteren Aufbau der Gleise beschloss, die Brücke herauszuheben und zum Bahnhof zu transportieren, wo sie dann gründlich saniert wurde. Dies zog sich bis zum Frühjahr 2004 hin, als schließlich das Wiedereinsetzen der Brücke erfolgte. Bereits 1998 hatte der Vereinskollege Hansi Wolter den an die Brücke anschließenden ca. 150m langen Trassenabschnitt mit seiner Planierraupe plangeschoben. Inzwischen war jedoch dieser Bereich durch Dornenbüsche und Bäume komplett zugewachsen. Allein drei Wochenenden benötigten die Aktiven, sich durch diesen Dschungel zu kämpfen, wobei schließlich Michael mit Hansis Raupe kräftig mithalf. Wie sich schnell herausstellte, waren die Wurzeln tief in das Schotterbett gedrungen. Da man nicht nach kurzer Zeit neue Dornen haben wollte, wurde mit der Raupe das Planum bis in eine "wurzelunkritische"" Tiefe abgeschoben. Entsprechend wird das Planum jedoch wieder mit neuem Schotter aufgefüllt und die neu verlegten Joche unterstopft werden müssen. Inzwischen ist bereits das Gleis wieder bis über die Feldwegbrücke hinaus verlegt worden. Wenn alle Arbeiten im Frühjahr vollbracht sein werden, wird nach erfolgter Abnahme zum Frühjahrsfest ein weiterer Streckenabschnitt für Fahrten zur Verfügung stehen.

Dieser Abschnitt (Betrachterstandpunkt Feldwegbrücke) wird zunächst bis zur im Hintergrund erkennbaren Alleebaumreihe wieder neu aufgebaut.
Obwohl hier schon mächtig aufgeräumt wurde, fällt es noch immer schwer, sich vorzustellen, dass hier einmal wieder wieder Züge rollen werden.

Für grobe Ausholzungsarbeiten als ideal geeignet erwies sich Hansi´s Raupe, mit der Michael inzwischen auch schon ganz passabel umgehen kann.

Zum Glück waren bei diesen ungeliebten Aktionen immer genügend Freiwillige anwesend, so dass niemand alleine am alles überwuchernden Dornengestrüpp verzweifeln musste. Das schöne Herbstwetter tat sein übriges dazu, dass alle sogar etwas Spaß an der Sache hatten.

"Gruppenbild mit Raupe"
(Erinnerungsfoto der Aktivenmannschaft an diesem Novembernachmittag im Herbst 2005.)
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