Werkstattbericht Diesellokomotiven
(Winter 2004/2005-Winter 2005/2006)
Auch in diesem Jahr standen keine spektakulären Aufarbeitungsaktionen an, es wurde dafür an der einen oder anderen Maschine eine optische Auffrischung vorgenommen, bzw. schon in den Vorjahren begonnene Arbeiten abgeschlossen. Erfreulicherweise ist es gelungen, für VL 12 einen Motor zu besorgen, der allerdings erst aufgearbeitet werden muss, so dass es auch an dieser Maschine nach Abschluss der Dampflokaufarbeitung verstärkt weitergehen wird. Ebenso erhielten bestanden einige Maschinen die ZU, bzw. HU erfolgreich, was nicht zuletzt auf ihren guten Pflegezustand zurückzuführen ist.
VL 6
Unsere Vereins-V20 erhielt im Spätherbst 2004 die Anschlüsse für die Verbindungswelle, damit sie mit V20261 in Doppeltraktion gefahren werden kann. Zum Glück war aus Bequemlichkeitsgründen bei der DB die Übertragungskette vom Handrad zur unteren welle nicht ausgebaut worden. Der Doppellokbetrieb ist nach kurzer Eingewöhnungsphase (kein Nullanschlag des Handrades mehr, Umstellungen der Fahrtrichtungen auf BEIDEN Führerständen, etc.) für das Lokpersonal ohne Schwierigkeiten möglich. Der Doppellokbetrieb und die hierzu nötigen Vorbereitungsarbeiten (Einstecken der Verbindungswelle, Öffnen der Übergänge zwischen den Führerständen) wurden bei der Lokparade 2005 dem Publikum anschaulich vorgeführt.
 
VL 8
Eine "Nebenbeschäftigung" während der Herbstferien unserer sehr aktiven Nachwuchsmitglieder Kai und Jannik war die Neulackierung unserer erstmals 1999 optisch aufgearbeiteten Köf II. Der Farbton RAL 3004 hat leider einige sich mit der Zeit unter UV-Einstrahlung verflüchtigende Pigmente, so dass das ursprüngliche Dunkelrot nach ein bis zwei Jahren sich in ein Weinrot verändert hat. Außerdem hatte die Lok durch den Einsatz bereits die eine oder andere Schramme und in ihrer Folge auch Roststellen davongetragen. Da VL 8 eine unserer wichtigsten Maschinen nicht nur im Rangierbetrieb, sondern auch im Einsatz bei den Veranstaltungen ist, muss sich die Maschine optisch wie technisch in einem guten Zustand befinden. Eine Arbeit, die 1999 offensichtlich vergessen wurde, konnte bei dieser Gelegenheit auch mit erledigt werden: Das auf dem Dach sitzende Typhon war wohl noch aus der Zeit beim Einsatz auf dem Schrottplatz einseitig beschädigt und wurde nun teilerneuert. Danach erhielt das Dach einen Neuanstrich. Abschließend wurden auch die Beschriftungen an den Führerhausseiten wieder angebracht. Im Oktober erhielt die Lok ferner ihre Zwischenuntersuchung.
VL 8 nach Abschluss der Aufarbeitung im November 2005
VL 9
Die Zuckerfabriklok führte seit ihrer Einstellung bei der AHE immer eher ein schattendasein. Dies mag zum Einen an der gewöhnungsbedürftigen Bedienung und zum anderen an ihrem durch den erfolgten Umbau merkwürdigen Aussehen liegen. Historisch betrachtet ist die aus Östrum stammende Machine jedoch unstrittig erhaltenswert. Nachdem in den Letzten Jahren bereits äußerliche optische Arbeiten begonnen hatten, haben sich einige Mitglieder nun der Entrostung und des Neuanstrisches des Führerstandes angenommen. Dies ist in erster Linie ein Porjekt für die ganz jungen Helfer, die hier unter Anleitung die ersten Restaurierungsaufgaben selbst durchführen. Die Arbeiten werden vorraussichtlich im Sommer 2006 abgeschlossen sein. Weiterhin ist der zeitweise zur aufarbeitung demontierte Öler für die Stangenlager wieder eingetroffen und wird demnächst an seinen angestammten Platz im Führerhaus zurückkehren.
VL 10
Die Kö II wurde im Sommer 2004 lackiert und konnte zum Herbstfest 2004 erstmals der Öffentlichkeit vorgeführt werden. Zur endgültigen Fertigstellung fehlte jedoch noch die Lackierung des Daches, sowie der Endlack für die Führerhausrückwand. Diese erfolgten im Frühjahr 2005. Weiter konnten für die Maschine noch zwei große Lampen erworben werden, so dass die Lok am Ende das dem Auslieferungszustand nahekommende Aussehen erhalten wird. Die Beschriftung ist noch anzubringen, ebenso müssen an der Luftanlage der Bremse noch Restarbeiten erledigt werden. So wird sich die Abnahmefahrt noch bis zum Frühjahr 2006 verzögern.
Das neulackierte Dach im Frühjahr 2005.
VL 11
Die MaK-Stangenlok benötigte im Prinzig nur einige Revisionsarbeiten. So wurden die Bremsklotzhalterungen demontiert und die dabei freigelegten Bereiche gereinigt. Dabei wurden noch umfangreiche Salzablagerungen aus dem Betrieb bei Kali + Salz entfernt. Anschließend wurden die Klötze neu justiert und eingebaut. Während des Herbstfestes 2005 platzte ein Hauptluftschlauch am Kompressor. Dieser konnte jedoch noch am gleichen Abend in Eigenleistung ersetzt werden. Abgesehen von diesen Kleinigkeiten läuft die Maschine jedoch weiter zur vollsten Zufriedenheit.
VL 12
Zur V20261 gibt es folgende Neuigkeiten: Zunächst einmal läuft der Fiat-Motor noch immer ohne Probleme. Da dies jedoch nie der angestrebte Endzustand für die Lok war, konnte im Januar nach fast einjährigen Verhandlungen mit der Firma Vossloh die dort beschädigt hinterstellte MaK 240B (ex. V1 Uetersener Eisenbahn) übernommen und in Kiel als Ersatzteilspender ausgeschlachtet werden. Dabei gewann man neben etlichen Kleinteilen einen Motor MaK M 24, der allerdings teildemontiert und leicht beschädigt war, sowie ein komplettes Voith-Turbogetriebe, welches als Ersatzteilspender aufbewahrt wird. Bereits im Herbst 2004 hatte die Lok wie auch die Vereinseigene V20022 eine Doppelloksteuerung erhalten, so dass nun beide gekuppelten Maschinen gemeinsam von einem Führerstand aus bedient werden können.
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