Gleisbau Segeste (Teil 2)
Nachdem die Ausrodungsarbeiten im neuzubauenden Abschnitt abgeschlossen waren, bestand im Winter 2005/2006 die nächste Aufgabe darin, den Lückenschluss zwischen der kleinen Feldwegbrücke und der bestehenden Gleisanlage herzustellen und vor allem mit schweren Fahrzeugen wie unserem Schienenkran sicher befahrbar zu machen. Zunächst wurde das fehlende Gleisjoch in die Lücke eingepasst, provisorisch per Hand unterstopft und darauf das nächste über die Brücke ragende Joch angeschlossen. Zum Gründen der nun provisch liegenden Gleisverbindung musste nun Schotter aus dem Museumsbahnhof an die Gleisbaustelle transportiert werden. Dies wurde zunächst mit einer am Kranausleger angehängten Schüttmulde erledigt. Nachdem eine Belastbarkeit des neugelegten Joches durch Unterstopfung sichergestellt war, konnte unser Schotterwagen eingesetzt werden. Die Verladung des Schotters erfolgte mit dem Seilbagger. Zuletzt wurde mit den elektrisch betriebenen Stopfhacken das beschotterte Joch endgültig gestopft. Das über die Brücke ragende nächste Joch musste schließlich noch mit speziellen Passschrauben befestigt werden, die für teures Geld über eine Gleisbaufirma erworben werden konnten. Die unterstehenden Bilder geben einen kleinen Einblick in die wichtigsten Arbeiten.
Die bereitgestellte Schüttmulde wurde mit Schotter von unserem Schotterberg beladen.
Viel Übung erfordert der Umgang mit dem Seilbagger, nach einigen Versuchen klappte die Verladung jedoch schon sehr gut.

Während an der Gleisbaustelle noch per Mulde geschottert wurde, rangierte man im Bahnhof schon den Schotterwagen herbei.

Das große Volumen des Schotterwagens ist natürlich nicht zu vergleichen mit den relativ kleinen Mengen, die man mit der Mulde zur Baustelle bringen und dort nicht einmal kontrolliert verteilen kann. Deshalb war man froh, als das Joch endlich befahrbar war und man mit dem Wagen schottern konnte.
Diese Aufnahme vermittelt einen Eindruck vom Verladevorgang mit dem Seilbagger. Sicher wäre es mit unserem Zweiwegebagger schneller gegangen, doch war dieser noch nicht wieder von seiner Reparatur zurück, zum Anderen ist es doch so viel interessanter...

Eine Arbeit, die wir uns dagegen nur zu gerne von modernen Maschinen abnehmen ließen, ist die leidige Stopferei. Zwar sind die Elektrostopfhacken schon ein erheblicher Fortschritt gegenüber den Benzinhacken (etwa halb so schwer) und erst recht gegenüber der Handstopfhacke, es bleibt aber eine unbeliebte Knochenarbeit.
Zum Schluss wurden die Schienen mit den oben erwähnten Passschrauben am Brückenträger befestigt. Im Hintergrund sieht man schon die planierte Trasse.
Nun könnten theoretisch schon die neuen Gleisjoche ausgelegt werden. Leider sind wir bedingt durch wichtigere Vorhaben, wie die Wiederinbetriebnahme der Dampflok T3 und zusätzliche Umweltauflagen durch den Landkreis Hildesheim mit allen übrigen Arbeiten in Verzug geraten, so dass auch die Fertigstellung dieses Streckenabschnittes noch etwas auf sich warten lassen wird. Wir hoffen jedoch, Ende 2007 oder spätestens Anfang 2008 hier wieder fahren zu können. Über die weiteren Arbeiten wird hier laufend berichtet werden.
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