Kesselreparatur Teil 11
Nachdem nun der Kessel in der Vorwoche seinen endgültigen Platz eingenommen hatte, sollten an diesem Tag die Kohlenkästen und das obere Führerhaus folgen. Diese Komponenten waren bereits vor Monaten separat im Lokschuppen aufgearbeitet worden und mussten nun mit dem Zweiwegebagger vorsichtig auf das Fahrwerk gehoben werden.
Vorsichtig wurde die obere Führerhaushälfte am Haken des Baggers aus dem Schuppen gefahren.
Zunächst wurde der lokführerseitige Kohlenkasten aufgesetzt.

Danach tauschten Bagger und Lok die Seiten, um auch den heizerseitigen Kohlenkasten aufsetzen zu können.
Auch dieser Kasten konnte glücklich in die vorgesehene Position gebracht werden.
Vor dem Aufsetzen der oberen Führerhaushälfte mussten die Kohlenkästen zunächst richtig ausgerichtet und verschraubt werden.

Der im Zuge der Aufarbeitung demontierte vordere Haltewinkel wurde wieder angeschraubt.

Nachdem alle Teile befestigt waren, konnte nun der letzte Akt, nämlich das Aufsetzen der oberen Führerhaushälfte beginnen. Vorsichtig schwebte der Bagger
das Gehäuseteil ein.

Wer nun jedoch dachte, das Teil würde auf Anhieb passen, der wurde enttäuscht: Da hatten sich doch einige Dinge etwas anders hingezogen, als sie sollten. Letztlich half nur ein Flachenzug, alles in die richtige Position zu bringen.
Das sieht doch schon wieder wie eine Dampflok aus!
Zurück im Schuppen.
(Bild Carsten Schlüter)
Mit diesen Bildern enden die Werkstattberichte zur Aufarbeitung unserer T3. Dies bedeutet nicht, dass keine Arbeit mehr zu erledigen gewesen wäre. Vielmehr mussten nun sämtliche Armaturen, der Schornstein, die Druckluftpunpe, die Lichtmaschine und alle Verkleidungsbleche zum Teil neu angepasst und montiert werden, ganz zu schweigen von einem praktisch kompletten Neubau der Bremsluftleitungen und Montage der zugehörigen Luftbehälter unter dem Führerhaus, welches seinerseits einen neuen Bohlenbelag aus Eichenbohlen erhielt. Vor der enormen Leistung unserer Dampflokmannschaft, in erster Linie Michael Börngen, Jannik Wagner, Christian Piper, Kai Froböse und Carsten Schlüter kann man nur den Hut ziehen! Aber auch einige andere Mitglieder haben sich aktiv und unterstützend an der Aufarbeitung beteiligt. Ihnen allen und natürlich den zahlreichen Spendern, die unsere Arbeit finanziell unterstützten, ist es zu verdanken, dass die "Schunter" in ihrem 105. Jahr wieder zum Leben erweckt wird und hoffentlich noch viele Jahrzehnte durch das Almetal dampft.
Claus Dieckow im April 2006
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