Gleisbau bei Segeste (Teil 3)
Im Herbst 2006 wurde der Wiederaufbau des Teilabschnitts Feldwegbrücke - Kreisstraßenbrücke wieder kräftig vorangebracht. Nachdem fast ein Jahr lang die Arbeiten ruhten, musste zunächst mit Hilfe der Planierraupe und in mühseliger Handarbeit das überwuchernde Strauchwerk von der Trasse entfernt werden. Nachdem dies an einem Wochenende erledigt war, konnte mit dem Auslagen der Gleisjoche begonnen werden. Dies gestaltete sich jedoch schwieriger, als bei dem einstmals akurat durch unser Vereinsmitglied Hansi Wolter planierten Abschnitt Almstedt - Grillplatz. Der im neuen Bereich planierte Unterbau war ungleich welliger, so dass nach dem Auslegen jedes Joches erst einmal grob unterfüttert werden musste, um eine Befahrbarkeit des provisorisch verlegten Gleises zu gewährleisten. Ausgelegt wurde bis zum letzten vollständig verlegbaren Joch vor der Kreisstraßenbrücke. Da noch Stöße nachzuschneiden waren und folglich die Schienen gelöst und nachrückt werden mussten, ist die endgültige Lücke erst nach Abschluss dieser Arbeiten ermittelbar. Als nächster Schritt erfolgte das grobe Ausrichten und danach das Einschottern der Gleise. Von der Feldwegbrücke an wurde nun zunächst das Gleis auf Höhe gebracht und gestopft, die Stoßlücken nachgeschnitten und Schinen nachgerückt, sowie abschließend mit dem Bohren der Löcher und nachfolgend dem Verlaschen der Joche begonnen.
Nach dem Auslegen der Gleisjoche und grober Höhen- und Seitenausrichtung. (Oktober 2006)

Für Bauzüge befahrbar.
Blick von der Kreisstraßenbrücke in Richtung Segeste.

Nach dem Einschottern. Mit den Hebeeinrichtungen werden die Joche zunächst auf Höhe gebracht und anschließend unterstopft.

Die Aufnahme veranschaulicht die noch auszugleichenden Höhendifferenzen zwischen endgültiger Lage und Baugleis.

Zum parallelen Nachschneiden der Stoßverbindungen ist das Lösen und das anschließende Nachrücken der Schienen notwendig. Zum Glück hilft hier der "Robel".

Ein zweiter "Robel" treibt im schon fertigen Abschnitt die Schienenbohreinrichtung an. Die Baulaschen sind nun überflüssig und werden durch die endgültigen Laschen ersetzt.

Das Hochnehmen der Schienen wird genutzt zur Auswechslung der alten Holzunterlagsplatten gegen neue Gummiunterlagsplatten. Beim Wiedereinbau der Schienenprofile muss auf die Einhaltung des Spurmaßes geachtet werden.

Detailaufnahme einer Laschenbohrung. Insgesamt vier Bohrungen pro Lasche sind notwendig. Ferner muss die Stoßlücke zwischen den Schienenprofilen beim Einbau in Abhängigkeit zur Außentemperatur angepasst werden.

Während im vorderen Abschnitt noch die Schienen für das Nachrücken gelöst werden, erfolgen im hinteren Abschnitt mit dem Festziehen der Laschenschrauben bereits die Abschlussarbeiten. (Januar 2007)
Nachdem die Arbeiten seit Januar 2007 wieder unterbrochen sind, hoffen wir, bis zum Frühlingsfest 2008 diesen Streckenabschnitt befahrbar fertigstellen zu können. Über die entsprechenden Arbeiten wird natürlich weiter berichtet werden.
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