Aufarbeitung GW 50 (Teil 4)
Die Fahrwerksaufarbeitung:
Eine sehr undankbare und mühselige Arbeit, die mit bewundernswertem Durchhaltevermögen und Gründlichkeit von Steffi Dieckow erledigt wurde, war die Reinigung, Entrostung und der anschließende mehrfache Anstrich mit Rostschutz- und Lackfarben im Bereich des Untergestells des PW Posti. Am Ende des Arbeitsurlaubs waren in diesem Bereich die Arbeiten fast abgeschlossen. Lediglich die Träger unter dem Dienstabteil werden nach Rückbau des dortigen Bodens noch etwas nachgearbeitet werden müssen. Ansonsten erstrahlt das Fahrwerk auf seiner gesamten Länge bereits in Schwarz!
Am Ende des Rostumwandlungsprozesses. Die graue Frabe zeigt an: Hier wurde der Rost umgewandelt. Nach gründlicher Wäsche und anschließender Trocknung konnte wie bereits drei Jahre zuvor am hinteren Wagenende geschehen die zweifache Grundierung und anschließende Lackierung aufgebracht werden.

In einem ersten Arbeitsgang wurde die rotbraune Farbe gestrichen, danach die graue Farbe. Die unterschiedliche Farbgebung erleichtert das Auffinden noch nicht behandelter Stellen. Die Federpakete sollen eigentlich nicht mit gestrichen werden. Da dieses Federpaket noch zumindest teilweise ausgetauscht wird (Federbruch), störte es jedoch nicht, dass zumindest für das Bild ein "Fotoanstrich" aufgetragen wurde...

Die vordere Pufferbohle nach Auftragung der ersten Rostschutzgrundierung. Auch hier werden wahrscheinlich zu einem späteren Aufarbeitungszeitpunkt die Hülsenpuffer durch Stangenpuffer ersetzt. Letztere müssen jedoch zunächst separat aufgearbeitet werden und neue Federn erhalten.

Recht anschaulich zu erkennen sind hier die Fertigstellungsstadien des Fahrwerks. Hinten die fertige Lackierung, dann Bereiche mit der ersten rotbraunen und graue Bereiche mit der zweiten Grundierung. Mehrere der hier sichtbaren Trittstufenhalter werden ersetzt werden müssen, nachdem sie während der langen Standzeit in Bodenburg von offenbar von "Eisenbahnfreunden" gestohlen worden waren.

Blick auf des Fahrwerk der anderen Wagenseite. Rechts sind übrigens die bereits mittig aufgetrennten Eichenbohlen zu erkennen.

Ein Bild des bereits weiter behandelten Batteriekastens darf in diesem Zusammenhang natürlich nicht fehlen. Dieser Kasten gehört nicht zur Ursprungsausstattung des Fahrzeugs, sondern wurde Anfang der fünfziger Jahre vergangenen Jahrhunderts nachträglich als Einheitsbauform unter diverse Gepäck- und Postpackwagen, sowie Umbauwagen gebaut. Die im Inneren befindlich Akkus wurden gespeist über einen unter dem Wagen angebrachte Generator, der seinerseits über eine Riemenscheibe durch die Wagenachse angetrieben wurde.

Bereits grundierte Eckwinkel und Blechkleinteile warten derweil im Lokschuppen auf den Einbau.

Die frisch lackierte Pufferbohle hebt den Unterschied zwischen den unterschiedlichen Aufarbeitungszuständen schön deutlich hervor.

Fast entsteht hier der Eindruck, als hätte ein frisch aufgearbeiteter Flachwagen eine alte Bretterbude geladen. Zum Glück gibt es jedoch auch etliche Stellen, an denen auch die Aufarbeitung und Teilerneuerung der Aufbauten bereits weiter fortgeschritten ist.
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