Gleisbau bei Segeste (Teil 4)
Nach leider wieder viel zu langer Unterbrechung (es waren über den Winter andere Dinge wichtiger) ging im Frühjahr 2008 der Bau der Neubaustrecke zwischen den beiden Brücken in die Schlussphase. Nachdem zunächst das Gleis wieder von den unermüdlich wachsenden Brombeeren freigelegt worden war, konnte durch die Kontakte des Mitglieds Jannik Wagner, bzw. seines Vaters eine kleine Stopfmaschine leihweise durch die Gleisbaufirma Albert Fischer zur Verfügung gestellt werden. An einem Wochenende im April wurde nun die gesamte Strecke gestopft. Am Wochenende zuvor hatte man die Joche seitlich bereits ausgerichtet.
Die folgenden an diesem Tag entstandenen Bilder geben einen kleinen Einblick über die ausgeführten Arbeiten.

Da leider der angekündigte Bediener der freundlicherweise durch die Firma Fischer ausgeliehene Stopfmaschine überraschend doch nicht erschien, mussten wir zur Selbsthilfe greifen. So übernahm Michael Börngen nach einer Kurzeinweisung die Bedienung der Stopfmaschine, die sich hier auf dem Weg zur Einsatzstelle befand.

Blick auf die "Neubaustrecke". Im Vordergrund die vor einigen Jahren renovierte kleine Feldwegbrücke.

Während im hinteren Bereich der Strecke noch letzte Feinarbeiten stattfinden, steht bei der Brücke die Stopfmaschine schon in Startposition

Detail der Stopfeinrichtung:
Ruheposition mit angehobenen, auseinandergespreizten Stopfhacken.

Arbeitsstellung:
Die Stopfhacken werden durch einen Exzenter in eine Rüttelbewegung versetzt. Zunächst werden die Hacken senkrecht heruntergedrückt und rütteln sich in den Schotter. Zum Unterstopfen der Schwellen werden die Hacken in einer zweiten Bewegung hydraulisch aufeinander zu gedrückt. Auf diese Weise wird der Schotter unter die Schwelle geschoben. Es ist auch möglich, die Maschine auf dem Gleis zu verkrallen und mit seitlichen Hydraulikstempeln Maschine und Gleis hochzudrücken. Dabei ist jedoch genau die vorgesehene Höhe einzuhalten, da ansonsten Buckel in der Strecke entstehen.

Zwischendurch musste immer wieder die Gleislage überprüft werden. Dennoch sind zur wirklich exakten Ausführung der Stopfarbeiten in jedem Fall Richtschnüre, bzw. Lasereinrichtungen notwendig.

Natürlich wurde auch die Gelegenheit genutzt, die sonstigen Gleisbereiche nachzustopfen, wie hier am Bohlenüberweg im Bahnhof Almstedt...

...bzw. hier auf der Strecke am Grillplatz die stark belasteten Schienenstöße. Werden diese nicht regelmäßig nachgestopft, so bilden sich hier im Laufe der Zeit unter der Last der Lokomotiven Senken, was zu einer regelrechten "Berg- und Talbahn" führen kann.

Abschließend noch einmal eine Aufnahme der Stopfmaschine am Haltepunkt "Grillplatz" zum Abschluss der Arbeiten am Samstagnachmittag.
Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei der Firma Albert Fischer, die uns die Stopfmaschine für die Arbeiten leihweise zur Verfügung gestellt hat. Dank dieser Unterstützung ist die "Neubaustrecke" nun so weit fertiggestellt, dass die bahnamtliche Abnahme bei nächster Gelegenheit erfolgen kann. Wir hoffen, demnächst die Baugenehmigung für den Bau des Endpunktes "Grundkamp" zu erhalten, damit jenseits der Brücke über die Gemeindestraße die letzten 150m Gleis wieder verlegt werden können. Dann wird man sicher wieder auf die Unterstützung der Firma Fischer zurückgreifen...
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