Bahnübergangssanierung in Breinum (2)
Samstagmorgen:
Der Übergang ist von den letzten Resten des Gleisjochs befreit, nun beginnt die zweite Phase:
Die Vorbereitung des Planums zur Verlegung des neuen Gleisjochs, das hier schon am Bahnsteig des HP Breinum für seinen Einbau bereit liegt.
(Bild: Christian Piper)

Zunächst wird der Übergangsbereich mit dem Bagger ausgekoffert. Dabei ist die Tiefe genau zu beachten. Wird zu wenig herausgenommen, dann liegt das Joch anschließend zu hoch. Wird zu tief ausgekoffert, so entsteht ein entsprechender Mehraufwand durch das aufwendigere Verdichten und Stopfen, da sich das Joch nach dem Einbau auch unter der durch Straße und Schiene einwirkenden Lasten später nicht mehr setzen darf.
(Bild: Christian Piper)

Durch diverse Zwischenmessungen wird schließlich das erwünschte Ergebnis erreicht. Nun erfolgt die Vorverdichtung mittels Rüttelplatte.
(Bild: Christian Piper)

Im nächsten Arbeitsschritt wird das Gleisjoch mit Hilfe unseres Seilbaggers und danach mit Unterstützung des Zweiwegebaggers nach vorne gezogen und anschließend behutsam in die Gleislücke gehoben.
(Bild: Christian Piper)

Allen Beteiligten fällt an dieser Stelle schon einmal ein Stein vom Herzen:
Bis hierher ist alles reibungslos verlaufen. Nun kann die dritte Phase beginnen.
(Bild: Christian Piper)

Nachdem das Joch erst einmal in die ungefähr richtige Lage gebracht worden ist, erfolgt nun die Höheneinjustierung mittel Winden und die seitliche Ausrichtung. Dabei wird sowohl per Augenmaß, als natürlich auch mit Richtschnur und Gleisrichtmaß die Gleislage geprüft.
(Bild: Christian Piper)

Das Stopfen des neuen Gleisjochs ist trotz der Elektrostopfhacken eine körperlich sehr anstrengende und dazu noch unangenehm laute Arbeit.
Gearbeitet wird mit zwei gegeneinander stopfenden Hacken. Zu allem Überfluss ist es inzwischen schon Abend geworden. Zum Glück zeigen die Anwohner Verständnis, und so kann bis etwa 21.30 Uhr gearbeitet werden.
(Bild: Christian Piper)

Nachdem das Joch nun ausgerichtet und fertig gestopft ist, wird in einer Sonntagnachmittagsaktion das restliche Füllmaterial eingebracht, welches den Unterbau für den Asphaltbelag darstellt.
(Bild: Christian Piper)

Natürlich erfolgt auch hier noch eine abschließende Verdichtung mit der Rüttelplatte. Da diese glücklicherweise doch leiser als zunächst befürchtet ist, gibt es selbst jetzt keine Beschwerden der Anwohner.
Um 18.45 Uhr können die Vorbereitungsarbeiten zur allgemeinen Erleichterung abgeschlossen werden!
(Bild: Christian Piper)

Am nächsten Morgen kommt das Asphaltteam der Firma Fischer auf die Baustelle und stellt eine ca. 11 cm starke Tragschicht und eine 4 cm starke Deckschicht her. Die Arbeiten werden gegen Mittag vollständig abgeschlossen.
(Bild: Christian Piper)

Am Montagnachmittag kann dann das noch auf der Straße lagernde restliche Füllmaterial abgefahren und die Straße wieder gereinigt werden. Gegen 22.00 Uhr ist der Asphalt dann so weit abgekühlt, dass die Sperrung wieder aufgehoben werden kann.
Der Übergang macht nun wieder einen sehr ordentlichen Eindruck und wird hoffentlich für eine sehr lange Zeit keine Arbeit mehr verursachen.
Die Sanierung muss übrigens komplett durch den Verein finanziert werden!
(Bild: Christian Piper)
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