Diesellokomotiven
Bei diesem Thema scheiden sich schon mal die Geister: Sind Dieselloks nur "notwendiges Übel" eines Museumsbahnbetriebes und allenfalls als Rangierlok oder höchstens Ersatzlok für eine eventuell ausgefallene Dampflok zu gebrauchen, oder sind sie nicht auch ein wichtiges Stück Technikgeschichte, die allemal erhaltenswert ist? Bei der Arbeitsgemeinschaft historische Eisenbahn sieht man jedenfalls Letzteres ganz eindeutig so! Deshalb weist die Fahrzeugsammlung auch nicht weniger als 11 (!) Diesellokomotiven auf. Immerhin sieben Stück sind betriebsfähig, und bis auf eine Ausnahme sollen alle wieder betriebsfähig instandgesetzt werden. Entsprechend viel Arbeit steht also folglich in der Werkstatt an, da der betriebsfähige Fahrzeugpark ja auch unterhalten werden muß. Letztendlich sind seit dem Ausfall der T3 die Diesellokomotiven die einzige Einnahmequelle...
Frühjahr - Herbst 2001
VL 1
Eine unserer kleinsten, aber auch technisch interessantesten Maschinen kam im Frühjahr ihrer Wiederinbetriebnahme ein ganzes Stück näher: Nachdem der Junkersmotor nach jahrelanger Zerlegung durch Ersatzteile aus den neuen Bundesländern wieder komplettiert und montiert werden konnte, steht nun der Zeitpunkt des Einbaus und natürlich auch des ersten Probelaufes bevor. Durch immer andere, auch wichtige Maßnahmen und die Tatsache, daß sich das Fahrzeug in Privateigentum befindet und der Eigentümer derzeit parallel mit der Aufarbeitung von VL 10 beschäftigt ist, zieht sich die Aufarbeitung verständlicherweise in die Länge, soll aber im Jahr 2002 abgeschlossen sein. Gespannt sein darf man auf den sehr charaktistischen Klang des Motors...
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VL 3
Die umfangreichste Aufarbeitung der Vereinsgeschichte hat nun nach vier Jahren ein glückliches Ende gefunden: VL 3, die kleine Diesellok, die 1978 dem Verein geschenkt worden war, ist nun ihrem Eigentümer, Michael Börngen, nach umfangreichen technischen Aufarbeitungen auch optisch fertiggestellt worden. Zum Herbstfest 2001 wurde die Lok mit dem sehr charakteristischen Auspuffklang der Öffentlichkeit vorgestellt. Man war sich einig: Es ist wirklich ein Schmuckstück entstanden!
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VL 3 am Morgen der Präsentation: Ein erfrischender Farbtupfer bereichert unsere Sammlung!
Kurz vor der Fertigstellung erhielt die Maschine noch einen neuen Holzfußboden.
Gisela Leinemann gibt dem Boden den letzten Anstrich, bevor die Lok übergeben werden kann.

 
VL 6
Das Rückgrat unserer Veranstaltungstage ist die V20022. Deshalb ist dem Verein die Pflege und Erhaltung dieser Maschine ein ganz besonderes Anliegen. Entsprechend sorgsam wird seitens des derzeitigen Personals bei Wartung und Betrieb vorgegangen. Nachdem die Lok optisch während der letzten zwei Jahre überholt wurde, werden in diesem Winterhalbjahr Instandhaltungsarbeiten am MAK-Motor stattfinden. Ferner werden zur Zeit die Führerstandstürinnenverkleidungen sowie ein Schiebefenster in der Vereinstischlerei neu angefertigt, womit jahrelange Provisorien endlich ein Ende haben werden.
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VL 9
Die Maschine hatte jahrelang im Lokschuppen der ehemaligen Zuckerfabrik Östrum gestanden. Entsprechend gut konserviert konnte sie im Winter 1995 von der Arbeitsgemeinschaft historische Eisenbahn übernommen werden. Seidem war sie Wind und Wetter ausgesetzt. Im Spätsommer 2001 begann daher die optische Aufarbeitung, sprich Entrostung und Rostschutzanstrich. Voraussichtlich wird die optische Aufarbeitung im Jahr 2002 abgeschlossen sein.
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VL 10
1996 zur AHE gekommen, wurde die Privatlok erst einmal nur hinterstellt. Seit 1999 läuft nun bereits die umfangreiche Aufarbeitung. Angefangen von zu ersetzenden Luftkesseln über eine defekten Kompressor, ein defektes Getriebe, welches nur durch Teileentnahme aus einem baugleichen Getriebe repariert werden konnten bis hin zu optischen Arbeiten, als Einschweißung neuer Bleche für durchgerostete Bleche. Zunächst als Einmannprojekt begonnen, konnte die Lok im Herbst 2001 durch die Einlegung zweier Arbeitswochen ein ganzes Stück weiteraufgearbeitet werden. Dabei standen Blech-,Entrostungs- und Rostschutzanstricharbeiten im Mittelpunkt.
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VL 10 zu Beginn der beiden Arbeitswochen...
... und schon eine Woche später. Dazwischen liegt die sehr unerfreuliche Drecksarbeit des Abschleifens und Entrostens, so daß das Streichen geradezu belohnend erscheint!
Aufarbeitung im Vergleich: Vorher und nachher...

VL 11
Das Kraftpaket der Arbeitsgemeinschaft historische Eisenbahn war lange außer Gefecht gesetzt aufgrund des defekten Kompressors. Dieser ist im Sommer 2001 repariert und wieder montiert worden. Der erste Startversuch bestätigte, daß die MAK-Motoren auch nach langer Standzeit zuverlässig anspringen. Zuvor waren außerdem die vom TÜV geprüften Sicherheitsventile wiedereingebaut worden. Beim Herbstfest zeigten sich Undichtigkeiten an den Ölkühlerschläuchen. Diese wurden inzwischen durch neue Schläuche ersetzt.
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