PW 36
Personenwagen
Typ: Ci
Hersteller: unbekannt, Umbau: De Dietrich Niederbronn
Baujahr: 1906 / 1950
Fabrik-Nr.: ?
Eigengewicht: 10100 kg
Gesamtgewicht: 15300 kg
Anzahl der Achsen: 2
Achsstand: ? mm
Länge ü. Puffer: ? mm
Anzahl der Aborte: -
Sitze 3. Klasse: ursprünglich 70
Heizung: E-Heizung
Bremse: Kkpbr
PW 35 vor dem Lokschuppen (Frühjahr 2012)
Der eigentlich älteste, 1906 gebaute Personenwagen der Arbeitsgemeinschaft Historische Eisenbahn e.V. erhielt später einen komplett neuen Wagenkasten aus geschweisstem Stahl, sodass nur noch das Fahrwerk dem urspünglichen Fahrzeug zuzurechnen ist. Ebenfalls liegt im Dunkeln, wie der originale Wagenkasten ausgesehen haben könnte, bzw. welches die Einsatzorte waren. Bisher gilt als sicher, dass im Jahre 1950 durch die Firma De Dietrich in Niederbronn eine Anzahl Länderbahnwagen komplett umgebaut wurden. Die betreffenden Fahrzeuge wurden hierauf im Werkverkehr der Grube "Petite Roselle" Merlebach in Lothringen eingesetzt. Bei der Neukonstruktion der Wagen wurde auf jeglichen Komfort verzichtet, dafür boten sie bis zu 70 Sitzplätze. Der Fahrkomfort war entsprechend gering: Neben der dem Fahrgast fehlenden Beinfreiheit erzeugen die stählernen Wagenkästen beim Fahren einen fast unerträglich dröhnenden Lärm.
Ende der 1970er Jahre wurden verschiedenen Museumsbahnen Fahrzeuge aus einem ganzen Zug derartiger Wagen angeboten. Die Arbeitsgemeinschaft Historische Eisenbahn e.V. kaufte 1979 den zukünftigen PW 36. Zeitweise waren gleich zwei Exemplare dieses Typs bei der Almetalbahn als Personenwagen im Einsatz. Während der andere Wagen (ehem. AHE Nr.37), der sich nie in Vereinseigentum befand, noch bis 1996 im Bf Bodenburg abgestellt stand, wurde unser Wagen im Jahr 1993 an ein Vereinsmitglied abgegeben. Danach erfolgte der Ausbau der Sitzbänke und der Einbau einer Modellbahnanlage. Außerdem erhielt das Fahrzeug 1994 eine komplette Neulackierung.
In 2011 / 2012 wurde eine grundlegende Sanierung des Wagenkastens mit umfangreichen Blecharbeiten durchgeführt. Dabei wurden die Seitenwände durch aufgesetzte senkrechte Flacheisen neu gegliedert.
An den Veranstaltungstagen kann die Anlage, die den benachbarten ehemaligen Bahnhof Gronau im Zustand der 1950er Jahre darstellt, besichtigt werden.
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