Der Anfang vom Ende...
... keine Angst, was mancher Pessimist nun erwarten mag, ist hier mitnichten gemeint, sondern selbstverständlich der "Anfang" der Arbeiten für den letzten Streckenabschnitt! Das endgültige obere "Ende" unserer Strecke wird in einiger Zeit der geplante Bahnhof "Grundkamp" darstellen, für den die Planungen und anschließenden Genehmigungsverfahren derzeit auf Hochtouren laufen. Vorgesehen ist eine Absenkung des Bahndammes hinter der Segester Straßenbrücke, so das die bis dahin mit einer Steigung von 1:100 ansteigende Strecke in die Ebene überführt und ein Ablaufen im Bahnhof abgestellter Fahrzeuge verhindert wird. Ein weiterer Vorteil ist die Materialersparnis beim Aufschütten des breiteren Dammes, sowie die Möglichkeit eines Auffahrtsweges, da im letzten Bereich die Gleisanlage nur etwa 1,5 m über dem übrigen Geländeniveau liegt. Eine in der deutschen Museumsbahnszene einzigartige Attraktion wird der am oberen Bahnhofsende eingesetzte Drehwinkel sein, der den Einsatz einer zweiten Weiche erspart, womit ein Bahnsteig für drei Personenwagenlängen zur Verfügung stehen wird. Während des Umsetzvorganges der Zuglok werden die Besucher ferner die Möglichkeit des direkten Vergleiches zwischen der Eisenbahntechnik von einst und der von heute haben: In unmittelbarer Sichtweite rasen die hochmodernen ICE-Züge der neuesten Generation auf der Schnellbahnstrecke Hannover-Würzburg vorbei.
Von diesem ehrgeizigen Ziel trennen uns jedoch noch etwa 400 Meter Gleislänge, ein aufzuschüttenen Damm und zwei Brücken. Anfang Juni wurde eine von Ihnen mit dem vereinseigenen Kran von ihren Auflagern abgehoben und in den Museumsbahnhof Almstedt-Segeste gebracht. Der Kran hatte zuvor seine Abnahme mit einem Prüfgewicht in Form des KLV 51 ohne Beanstandungen bestanden und darf nun offiziell eingesetzt werden.
Im Museumsbahnhof wird die kleine Brücke nun entrostet, neu grundiert und lackiert, sowie die Geländer teilweise erneuert.
Etwas traurig sieht es schon aus, erinnert dieses Motiv doch an manch stillgelegte Srecke, aber keine Sorge: Schon bald werden diesen Weg wieder die Züge der Almetalbahn überqueren!

Blick auf den Brückenkopf Richtung Bodenburg.
Einer von vier Auflagerpunkten der kleinen Feldwegbrücke. Vor dem Wiedereinsetzen werden hier noch Säuberungs- und Sanierungsmaßnahmen durchgeführt.

Die Brücke wartet im Museumsbahnhof Almstedt - Segeste auf Ihre Aufarbeitung.
(Juni 2002)
Wissenswertes über die kleine Feldwegbrücke:
Sie wurde im Jahr 1901 im Zuge des Streckenbaus Bodenburg-Gronau errichtet. Es handelt sich um eine genietete Stahlbrücke, die auf zwei aus Sandstein gemauerten Brückenpfeilern aufliegt. Das Gewicht der Brücke beträgt etwa 5 Tonnen. Bei der Untersuchung durch einen Brückensachverständigen wurden keine bedenklichen Rostabzehrungen an den Trägern festgestellt. Seit dem Jahr 2000 steht die Brücke, wie die sechs übrigen Brücken der Almetalbahn, unter Denkmalschutz.
Sobald die Brücke restauriet und wieder eingesetzt ist, soll unverzüglich mit dem Auslegen der weiteren Joche bis zur nächsten Brücke begonnen werden.
Weniger Kopfzerbrechen macht den Museumsbahnern die zweite, größere Straßenbrücke. Diese ist wesentlich jünger, wurde in den fünfziger Jahren vorigen Jahrhunderts neu gebaut und ist in entsprechend gutem Allgemeinzustand. Hier werden in erster Linie die Seitenwege neu beplankt werden müssen, um im Unglücksfall die Rettung aus den Fahrzeugen zu ermöglichen.
Danach wird es voraussichtlich eine Bauunterbrechung geben, da zunächst die Baugenehmigung für den Endbahnhof "Grundkamp" abgewartet werden muß. Sobald diese jedoch vorliegt, können die Erdarbeiten beginnen.
Mit der Fertigstellung wird im Jahr 2004/2005 gerechnet.
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