{"id":899,"date":"2019-11-22T23:18:25","date_gmt":"2019-11-22T22:18:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.almetalbahn-online.de\/?page_id=899"},"modified":"2024-07-23T11:06:48","modified_gmt":"2024-07-23T09:06:48","slug":"t3-schunter-dl16-2-26","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.almetalbahn-online.de\/?page_id=899","title":{"rendered":"VL12 &#8211; die zweite V20"},"content":{"rendered":"\n<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1575206934194{margin: 10px !important;}&#8220;]<\/p>\n\n\n\n<div class=\"is-layout-flex wp-container-3 wp-block-columns\">\n<div class=\"is-layout-flow wp-block-column\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.almetalbahn-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191220_33-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2408\" srcset=\"https:\/\/www.almetalbahn-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191220_33-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.almetalbahn-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191220_33-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.almetalbahn-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191220_33-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.almetalbahn-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191220_33-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.almetalbahn-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191220_33-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.almetalbahn-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/20191220_33.jpg 1620w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">VL12 im Dezember 2019<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"is-layout-flow wp-block-column\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<p><strong>Technische Daten<\/strong><br><!--StartFragment--><\/p>\n<p>Hersteller: BMAG<br>Typ: WR200B14<br>Fabrik-Nr.: 11395<br>Baujahr: 1941<br>Motor: urspr. MAN W6V17,5\/22<br>Motor-Nr.: unbekannt<br>Leistung: 200 PS<br>Motordrehz.: ca. 1000 U\/Min<br>H\u00f6chstgeschw.: 60 km\/h<br>L\u00e4nge \u00fc. Puffer: 8000 mm<br>Dienstgewicht: urspr. 23,7 t<br>Bremse: Druckluftbremse (Knorr)<br>Getriebe: Voith-Turbo-Getriebe<\/p>\n\n\n\n<p><!--EndFragment--><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Lebenslauf unserer zweiten V20 <\/strong><\/p>\n<p>Ein lang gehegter Wunsch der Almetalbahner kann durch den Ankauf der Diesellok &#8222;DL 261&#8220; vom VBV in Braunschweig endlich in Erf\u00fcllung gehen: V20 im Doppellokbetrieb!<br \/>\nSeit 1980 befindet sich schlie\u00dflich mit der &#8222;V20022&#8220; (VL 6) eine bauartgleiche Maschine im Vereinseigentum. Das besondere an der ehemaligen Wehrmachtsbaureihe &#8222;WR 200 B14&#8220; besteht unter anderem in der M\u00f6glichkeit, zwei Lokomotiven F\u00fchrerhaus an F\u00fchrerhaus zu kuppeln und mittels einer \u00dcbertragungswelle von einem F\u00fchrerstand aus fahren zu k\u00f6nnen. Die \u00dcberstiegsm\u00f6glichkeit von einem F\u00fchrerstand zum anderen (bestimmte Dinge wie z.B. die Fahrrichtung mussten weiterhin getrennt umgelegt werden) war gew\u00e4hrleistet durch in die R\u00fcckwand eingebaute Stirnt\u00fcren und zugeh\u00f6rige \u00dcberg\u00e4nge. So zusammengekuppelt entstand eine ca. 400 PS starke Doppellok, die jedoch bei Bedarf jederzeit getrennt werden konnte, was eine h\u00f6here Flexibilit\u00e4t erm\u00f6glichte. Bekannt sind derartige Doppellokeins\u00e4tze beim Afrikakorps.<br \/>\nVL 12 verschlug es gl\u00fccklicherweise nicht an derart entlegene Kriegsschaupl\u00e4tze. Die Maschine wurde 1941 als eine von insgesamt 10 durch die &#8222;Berliner Maschinenbau AG&#8220; (BMAG) gebauten Fahrzeugen dieses Typs in Dienst gestellt. Einsatzort war die Heeres Muna in Zeven. Hier versah die Lok den Verschiebedienst auf dem Munagel\u00e4nde. 1945 wurde sie von der &#8222;Bremerv\u00f6rde-Osterholzer Eisenbahn&#8220; (BOE) \u00fcbernommen und hier im Streckendienst eingesetzt. Ab 1949 folgten f\u00fcr die inzwischen als &#8222;DL 261&#8220; eingereihte Lok sogar Personenzugeins\u00e4tze auf Bundesbahnstrecken (bis Bremen Hbf)! \u00dcberliefert ist, dass wiederholt sowohl der &#8222;MAN W6V 17,5\/22&#8220;-Motor, als auch die Voith-Maurer-Kupplung auf Grund von Sch\u00e4den ausfielen.<br \/>\n1961 verkaufte man schlie\u00dflich &#8222;DL 261&#8220; an die &#8222;L\u00fcchow-Schmarsauer Eisenbahn&#8220; (LSE). Hier sollte sie zwei Hanomag-Dampfloks im Rangier- und Streckendienst ersetzen. Zuvor jedoch erhielt sie jedoch einen jungen Deutzmotor vom Typ &#8222;A12L714&#8220; (12 Zylinder V- Motor, luftgek\u00fchlt!). Im Gegensatz zu seinem Vorg\u00e4nger war dieser Motor mit 1500-2800 upm kein Langsaml\u00e4ufer. Das Getriebe wurde deshalb entsprechend angepasst. 1962 wurde die so umgebaute Lok in Betrieb genommen. Eins\u00e4tze bestanden in Rangierarbeiten in L\u00fcchau S\u00fcd und ab und an Streckendienst im G\u00fcterverkehr,<br \/>\nder ansonsten jedoch durch einen der zwei vorhandenen Vorkriegstriebwagen mit \u00fcbernommen wurde. 1969 wurde die LSE stillgelegt.<br \/>\n1972 kauften die Gr\u00fcndungsmitglieder der neugegr\u00fcndeten &#8222;Arbeitsgemeinschaft historische Eisenbahn e.V.&#8220; einen der beiden Triebwagen der LSE, einen Wismarer Schienenbus vom Typ &#8222;Hannover&#8220; (AHE Nr. 20). Er wurde im November 1972 in L\u00fcchau S\u00fcd verladen. Auf den Bildern dieser Verladeaktion sieht man im Hintergrund vor dem Lokschuppen die abgestellte &#8222;DL 261&#8220;. Damals h\u00e4tte man sich kaum tr\u00e4umen lassen, dass auch diese Maschine eines Tages zur Almetalbahn gelangt&#8230;<br \/>\nZun\u00e4chst wurde die Lok jedoch bis 1974 weiter f\u00fcr die Bedienung der f\u00fcnf Gleisanschl\u00fcsse in L\u00fcchau S\u00fcd eingesetzt. Danach sollte sie eigentlich eine Hauptuntersuchung erhalten und wurde zur OHE geschleppt. Durch einen Bedienungsfehler des Personals erlitt die Lok einen Getriebeschaden am Wendegetriebe. Von einer Instandsetzung wurde in Anbetracht des Alters und der vergleichsweise geringen Leistungsf\u00e4higkeit der Maschine abgesehen. Lediglich den relativ neuen Deutzmotor baute man aus und verkaufte ihn als Einzelteil weiter. Die nun motorlose Lokomotive blieb abgestellt und ging im Jahr 1980 in das Eigentum der &#8222;Braunschweigischen Landes-Museums-Eisenbahn&#8220; (heute VBV) \u00fcber.<br \/>\nAn eine Aufarbeitung wurde auch hier offensichtlich nicht gedacht, lediglich an eine Verwendung als Ersatzteilspender f\u00fcr die ebenfalls vorhandene &#8222;V20 035&#8220;. So fristete die Lok etwa ein Vierteljahrhundert lang ein trauriges Dasein.<\/p>\n<p>Im Herbst 2003 bot der VBV die Maschine zum Kauf an. Die &#8222;Arbeitsgemeinschaft Historische Eisenbahn e.V.&#8220; konnte sich gegen die Mitbewerber durchsetzen und erhielt zu angemessenen Konditionen den Zuschlag. Die Maschine wurde daraufhin durch das Vereinsmitglied Michael B\u00f6rngen k\u00e4uflich erworben und sollte grunds\u00e4tzlich betriebsf\u00e4hig aufgearbeitet werden. Ein passender Ersatzmotor war unterdessen auch organisiert worden. Da die optische und technische Aufarbeitung in Almstedt &#8211; Segeste aus Altersgr\u00fcnden nicht mehr zu erwarten ist, hat sich der Eigent\u00fcmer von der Lokomotive im Juni 2024 getrennt. Die Lokomotive wurde von zwei Vereinsmitgliedern erworben, die eine betriebsf\u00e4hige Aufarbeitung planen.<\/p>\n\n\n\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text css=&#8220;.vc_custom_1575206934194{margin: 10px !important;}&#8220;] Technische Daten Hersteller: BMAGTyp: WR200B14Fabrik-Nr.: 11395Baujahr: 1941Motor: urspr. MAN W6V17,5\/22Motor-Nr.: unbekanntLeistung: 200 PSMotordrehz.: ca. 1000 U\/MinH\u00f6chstgeschw.: 60 km\/hL\u00e4nge \u00fc. 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